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Wuppertal, Lörrach, Geldern-Walbeck im September 2008

Diese Berichte folgen in Kürze !!! @ Presi: keine Panik, kommt noch!!! Ich muss diesbezüglich mein Gedächtnis einer Frischzellenkur unterziehen ;-)

Burgbernheim, Bad Reichenhall, Schwandorf im Oktober 2008

Bayern - so schön, sooo weit! Bis Burgbernheim hatte wir erst mal knapp 500 km zu bewältigen. Und das alles über die von Baustellen übersäte A 7! Glück gehabt: wir kamen unbeschadet durch und waren 30 Minuten vor der Zeit am Club. Im Nachhinein hätten wir glatt 3 Stunden länger schlafen können, denn unsere Jungs steckten vor Würzburg in einem 18 km langen Stau!
Als sich der Stau aufzulösen schien, kam plötzlich wie aus dem Nichts ein Feuerwehrauto. Daraus entstieg ein Männchen und verteilte direkt vor dem Bandbus mit der Backline quer über die Autobahn kleine rot/weisse Hütchen...! Lange Gesichter - was war denn los? "Grosser Unfall! Vollsprerrung der A 3, wir müssen erst mal retten und räumen (in dieser Reihenfolge)"! Der Bandbus war gerade an einer Ausfahrt vorbei :-( Irgendwie hat Hörmes aber doch die Kurve gekriegt und ist noch auf die Ausfahrt gekommen (oder war es eher die Auffahrt?). Egal, wir hatten wieder Hoffnung, dass der Gig doch noch stattfinden kann.
Wir haben uns in der Zwischenzeit im Ort umgesehen und wieder ein Stück regionaler Geschichte gelernt, z.B. die Geschichte der Glocken der örtlichen Kirche und auch die Geschichte der Rossmühle. Jaja, das Touren mit BC bildet !!! Zum ersten mal im Leben habe ich auch einen 'Kirchacker' gesehen - einen Friedhof direkt auf dem Gelände der Kirche. Sowas gibt's ja im Norden gar nicht mehr...

Kurz nach 18:00 Uhr waren alle vor Ort - immer noch rechtzeitig, denn die PA stand auch erst seit 5 Minuten. Die Vorband, eine grosse Zigeunerfamilie, hat uns grossartig beim Reinschleppen in den 1. Stock unterstützt. Danke Jungs! Aufbau ging relaxt und schnell wie immer, auch der Soundcheck.
Dann ging die Band ins Hotel zum Essen, während der Support-Act die Bude einheizte. Leider habe ich nie den Namen der Band erfahren, aber die waren echt gut! Eine Stunde Show, kurzer Umbau - unsere Jungs waren noch nicht zurück. Also bin ich zum Auto, hab mein Handy rausgekramt, um Nossi anzurufen. Da klingelte schon mein Handy: "Ick hab mir verloofen. Ich weess nich mehr, wo ick bin. Immer Berch hoch, ick bin völlich fertich. Ick steh' hier vor 'ner Kirche, wie komm' ick 'n jetzt zum Club?"
Anmerkung: das Hotel war nur 300 Meter weg, aber es ging durch lauter kleine Gassen, Ecken und Winkel - bestimmt 10 mal abbiegen. Da kann man sich im Dunkeln schon verlaufen ;-)

Wie? Du hast Dich verlaufen? Inner Telefonzelle ??? Ach nee, Du rufst ja vom Handy an ;-)))) Bleib wo Du bist, ich hole Dich ab! Also bin ich mit dem Auto los und habe eine Runde um die Kirche gedreht (ich wusste ja, wo die ist ;-) und den Nossi aufgegabelt! Wir waren zeitgleich mit dem Rest der Band am Club - auch die hätten sich fast verlaufen...

Morgens gegen 11:00 Uhr nahmen wir dann die 400 km nach Bad Reichenhall in Angriff. Erst mal rüber auf die A 9, dann nach München. Es war Feiertag, keine LKW's, also bin ich quer durch München zur A 8 gefahren. War keine gute Idee, denn ganz München ist offenbar eine einzige Baustelle! Zwischen München und Salzburg wurden dann 18 km Stau gemeldet - abnehmend - wie tröstlich!!! Wir haben den Stau (nur noch 7 km) trotzdem umfahren. Der Blick auf die Berge blieb uns wegen einsetzendem Nebel und Dauerregen leider verwehrt. Die letzten 50 km schienen endlos.

Unser Navi führte uns mitten durch die Fussgängerzone zum Hotel Luisenbad. Auf meine Frage an der Rezeption hiess es: "dös passt schon, dös macht nix"! Okay, wenn das so ist ... ;-) Nobles Hotel, wir mussten aber gleich nach dem Einchecken zum Club. Schwimmbad, Sauna und Solarium blieben uns also mal wieder aus zeitlichen Gründen verwehrt :-(

Im Magazin 4 wurden wir herzlich empfangen - DANK an die Crew, ihr wart grossartig! Auch hier befand sich der Club im ersten Stock - aber es gab einen Fahrstuhl! Unten befand sich der Gastraum mit Theke, wo sich die Zuschauer vor Konzertbeginn aufhielten. Um 20:30 Uhr ertönte plötzlich ein Gong und dann die Ansage: "Liebe Gäste, bitte nehmen Sie ihre Plätze ein (jaja, der Saal war teilweise bestuhlt). Das Konzert beginnt in wenigen Minuten"! Oooops, was war das denn??? Erinnerte mich irgendwie ans Kino in den 60ern ;-) Frei übersetzt: "Boarding now! Please take your seat and fasten your seat belt. Take off in a few minutes" ;-))) Das kam echt gut, aber die Leute kannten das offensichtlich, denn sie stiefelten komplett nach oben.
Im Konzert gab es heute eine bisher einzigartige Einlage: Sosho am Klavier! Das Ding stand einsam und verlassen auf der Bühne rum und die Band hat sich spontan entschlossen, dass Sosho die Ballade am Klavier begleitet. Sehr geile Nummer - leider keinen Aufnahme ...

Durch den frühen Beginn waren wir schon kurz nach Mitternacht im Hotel - natürlich wieder durch die Fussgängerzone. Der Barkeeper war noch wach, also ein Gin-Tonic und ab ins Bett! Morgens beim Frühstück sahen wir dann die anderen Gäste - im Schnitt gefühlte 100 Jahre alt, wie in einer Kurstadt üblich ;-) Draussen hatte sich der Nebel etwas gelichtet, so kamen wir noch zu ein paar Fotos der herrlichen Berge. Dann ging es wieder auf die Piste. Heute "nur" 300 km - wir entschlossen uns komplett für Landstrasse. Zeit war ja ausreichend da...

Ohne Stau oder Stress erreichten wir die "Grosse Kreisstadt Schwandorf" und kehrten erst mal ein: hausgemachte Klösse mit Schweinebraten für kleines Geld! Ja, wenigstens in dieser Hinsicht ist die Welt in Bayern noch in Ordnung ;-) Dann ging es zum Felsenkeller, wo uns der Schwandorfer 'Kulturattachè' und Archäologiebeauftragte Werner Robold empfing (das mit der Ärchäologie bezieht sich NICHT auf die Band ;-). Unter seiner Leitung wurden einige Höhlen des riesigen unterirdischen Labyrinths als Konzert- und Veranstaltungsräume ausgebaut. Man kann der Stadtverwaltung zu solch einem engagierten Mitarbeiter nur gratulieren !!! Kultur im Felsenkeller - so das Motto! Die Sandsteinwände des Veranstaltungsraumes schluckten jeden Schall, es war eine unglaublich gute Akustik. Im Vorraum ein langer Tresen für Kasse, Merch und Theke, im Club eine idyllische Felsenbühne. Klein, aber fein - mit 110 Leuten ausverkauft - und die waren natürlich auch da!

Heute gab es 2 Sets - insgesamt über 2 Stunden! Die Zuschauer gingen begeistert mit und forderten 2 Zugaben. Danach ein 'Fehltritt' vom Kapellmeister Nossi: abschüssiger Felsenboden zum Backstagebereich, Nossi trat in die Luft ... und lag am Boden. Fette Prellung am rechten Fuss, richtig dick und binnen Minuten auch schön blau ;-) Am Tresen wurde er von der Crew mit nassen Handtüchern behandelt. Edda Fröhlich, mit ihren heilenden Händen, war leider nicht da ;-)

Verabschiedet haben wir uns voneinander bereits am Abend, denn am nächsten Morgen war alles anders: Hannes und Sosho fuhren schon um halb 7 los, Peter und Nossi mit dem Backline-Bus um 8 und wir brachten um halb 11 Tonmeister Hörmes zum Bahnhof. Er musste nach Brünn.
Ein kurzer Abstecher nach Tschechien zum Einkaufen und dann mit Volldampf nach Hause - Schlaf nachholen ...

Mainz, Koblenz, Gronau im Oktober 2008

Donnerstag morgens um 9:00 Uhr - der Wecker klingelt. Wir wollten um 10 los, aber es kam wie immer ganz anders: am Abend vorher waren wir im Nachbarort in einer Gaststätte (für die mache ich grad' die Webseite). Nach dem Essen kurze Besprechung und dann "OUZO-Mania" ;-) Zu Hause noch bis zum Morgengrauen gearbeitet - und natürlich voll verpennt! Viertel vor 12 waren wir endlich auf der Piste, um 15:00 Uhr sollten wir in Mainz sein...

Zweieinhalb Stunden später: Frankfurter Kreuz! Ich war inzwischen auf gefühlte 1,5 ‰ runter, aber die Piste war frei und ausserdem ist ja die Moni gefahren ;-) Mit nur 5 Minuten Verspätung kamen wir im KUZ an, zeitgleich mit BC. Kurz darauf waren auch die Gurus da.

Nach dem Soundcheck ging's ins Rockcafe Chilli Pepper. Der Inhaber hatte darum gebeten, dass wir dort zu abend essen. Schliesslich läuft in seiner Bar täglich mindestens einmal Birth Control. Heute abend war auch das anders: die komplette CD ALSATIAN lief während des Essens. Das wirkte wie ein Wink mit dem Zaunpfahl, die Jungs diskutierten daraufhin gleich einige Änderungen im aktuellen Live-Set. Auch Peter Föller war heute mit von der Partie.

Zurück im Club gab es erst mal lange Gesichter. Der komplette Raum war plötzlich bestuhlt. Was soll das denn ??? Naja, der Veranstalter wird schon wissen, was er tut! Im Publikum waren viele Musiker und nicht nur die sahen das anders. Sie kamen reihenweise zu mir und beschwerten sich. Bei mir rannten sie offene Türen ein, aber was sollte ich machen? Die Krönung dann bei Gammaray: hinten zappelten die Leute, weil sie nicht zur Bühne durchkamen und vorn sassen die "Alten" und wippten mit den Zehen (wenn überhaupt). Sowas Faules habe ich echt noch nicht erlebt. Auch negative Funken springen natürlich auf eine Band über.
Der Hannes hat es in seiner unnachahmlichen Art ALLEN gezeigt: er spielte sein Bass-Solo im Sitzen - in genau der Position der Dicken vor der Bühne!!! Genial kann ich nur sagen, obwohl die, die gemeint waren, das vermutlich nicht verstanden haben ;-) Ansonsten war alles prima, das KUZ ist ein geiler Club und die Crew war supernett !!!

Mitternacht, Parkplatzsuche am Hotel. Immer um den Pudding mit Max im Schlepptau - wir brauchten also 2 Parkplätze. Die 4. Runde um den Block war erfolgreich: ein freier Platz, direkt gegenüber einem Haus mit roten Laternen. Den wir natürlich sofort und dauerhaft besetzt. Max musste weitersuchen. Im Hotel war der Barkeeper noch anwesend, aus Mangel an Gästen hat er sich selbst zugeprostet. Er meinte: "Hier könnt ihr in 2. Reihe parken, da ist noch nie was passiert"! Also habe ich den Max angerufen und zurückbeordert.

Aus Dankbarkeit hab' ich dem Barmann versprochen, dass wir noch auf einen Absacker reinschauen. Der Mann war so allein, das tat uns echt leid ... ;-) Gesagt, getan! Moni und ich haben uns den üblichen Gin-Tonic gegönnt, Max war dafür zu schwach und nahm Dünnbier. Besser war's auch - der Keeper hat's gut gemeint und die Mischung grosszügig mit einem 6-stöckigen Gin gefüllt. Das hat gereicht, wir fielen direkt ins Koma...

Nach dem Frühstück fanden wir unser Auto (wie erwartet) in der Seitenstrasse wieder. Nicht erwartet hatten wir allerdings das Ticket. Hm, wofür denn? Da war doch gar keine Parkuhr. Ein Blick auf den Überweisungsträger (der war gleich dabei - in Mainz herrscht eben Ordnung) zeigte 15,- Euro - bitte wenden: ah, da war auch Tatzeit und Tatbestand (klingt irgendwie kriminell): Parken auf Bewohnerparkplatz, festgestellt um 07:27 Uhr von Frau Blos, Beweis: Foto(s) !!!
Liebe Frau Blos, wären sie bloss gestern zum Konzert gekommen! Das hätte nicht nur ihrer kulturellen Bildung gedient, nein, sie würden dann sicherlich nicht um 7:30 Uhr auf der Strasse rumlungern, um friedlichen Bürgern, die um diese Uhrzeit natürlich noch schlafen, den Glauben an den Krautgott zu nehmen ...
Ein letzter Wunsch sei dem Täter gestattet: möge die Stadt Mainz diese 15,- Euro nutzen, um Parkplätze für ihre Hotels zu bauen! Vom Rest können wir dann ja einen Trinken gehen ;-))) Schattenparker Max hatte übrigens kein Ticket ...

Die Fahrt rechtsseits des Rheins, an der Loreley vorbei bis Koblenz - die landschaftlich wohl schönste Strecke am Rhein entlang - entschädigte uns für die Machenschaften der Mainzer Strassenmaffia ;-) Kurzer Abstecher auf die Felsenbühne der Loreley (dort sollten wir auch mal spielen) und dann gemütlich weiter nach Koblenz-Güls.
Das Cafe Hahn hat sich nach dem Umbau zu einer richtigen Kulturfabrik entwickelt: 5 Tage pro Woche Programm, querbeet durch alle Musikstile bis hin zu Kabarett, Kleinkunst und Comedy! Starker Club - Respekt !!! Mit Max und Nossi gingen wir erst mal Eis essen. Schliesslich waren draussen 22° - dem Krautgott sei Dank ;-) Gleich um die Ecke war ein Eiscafe, wir sassen draussen und genossen die letzten Sonnenstrahlen.

Da tauchte plötzlich auf dem gegenüberliegenden städtischen Parkplatz der Rasenmähermann auf, bewaffnet mit einem falsch gepolten Laubsauger. Er stieg aus seinem Auto, warf das Ding an und saugte nicht, sondern PUSTETE die ca. 50 umherliegenden Blätter vor sich her - nachmittags um 3 :-(
Das Ding war so laut wie 3 Kettensägen! Wir haben ihn erst mal angepupt - hat er natürlich nicht gehört bei dem Krach. Plötzlich war Ruhe - lautstarker Applaus von uns und vom Nebentisch! Aber das war's noch nicht: er brauchte nur 'ne Pause um seine beiden Gehirnwindungen aufzuspulen und die 50 Blätter auf seine Schaufel zu fegen. Dann ging das Gebläse wieder los ... wir gingen auch :-(

Inzwischen waren alle im Club. Kurzer Aufbau, dann Fotoshooting: Mani, Nossi und ich haben geknipst, was das Zeug hielt. Genügend geile Motive gab es ja, wie auch in der Fotogalerie 2 zu sehen ist. Nach dem leckeren Essen startete Birth Control die Show. Peter Föller war auch heute wieder dabei. Erstes Ergebnis der gestrigen konspirativen Sitzung: Peter war gleich beim Opener (The Work Is Done) mit auf der Bühne und hat erstmalig (wie in den 70ern) auch TRIAL TRIP mitgesungen! Sehr geil - besonders, weil wir heute ein äusserst dankbares und mitgehendes Publikum hatten! Auch die Gurus brachten ein Novum: sie nahmen ein weiteres Stück ihres aktuellen Albums ins Live-Programm - cool !!!

Draussen beim Rauchen trafen wir noch einen Typen, seines Zeichens Taxi-Driver, der hatte ganz fett DIXI auf seinem T-Shirt stehen. Auf meine Frage, warum er für Scheisse Reklame läuft, meinte er nur: "wenn's um die Wust geht ...?!? " ;-) Soviel dazu ...! Peter Föller hatte noch eine Überraschung parat: er trug den Gürtel, den er sich 1975 auf der Spanien-Tour anfertigen lassen hatte!
Es war ein sehr schöner Abend und es wurde spät, denn heute mussten wir zum Schlafen nur die Treppe hoch...! Morgens lecker Frühstück, Danksagung an Berti Hahn und seine Crew, Verabschiedung vom Hund, noch schnell ein 'Cafe Hahn T-Shirt' gekauft und ab auf die Piste nach Gronau!

Das Rock 'n' Pop Museum liegt am Udo Lindenberg Platz 1. Mein Navi war nicht auf Personenkult eingestellt und kannte diesen Platz nicht - war wohl noch zu neu. Maxes Navi hat's gefunden (ehemals Spinnereistrasse) - das hat er mir den ganzen Tag auf's Brot geschmiert ;-) Dafür hat er auf dem Ostfriesen-Highway (A 31) keine Tanke gefunden und musste zum Tanken in die Pampa fahren.
So waren wir als erste im Hotel, kurz vor den Gurus. 4 Sterne Hotel mit modernsten Schliessanlagen: Chipkarte über das Schloss ziehen, Knopf drücken und wenn's grün leuchtet drehen - das konnte ja nur schief gehen :-) Wir haben's geschafft, Roland auch - Hans und Peter standen vor verschlossenen Türen ... das war keine Technik für alternde Teenager ;-)
Hans konnten wir schnell helfen - er hatte den Knopf 'nur' falsch rum gedreht. Bei Guru-Peter war es komplizierte, da ging nix! Der Knopf leuchtete immer nur ROT! Irgendwann habe ich seinen Chip genommen ... und das Zimmer gegenüber geöffnet. Er stand einfach nur vor der falschen Tür ;-)))

In diesem Moment kamen Nossi und Max an. DAS Spiel mussten wir uns ansehen. Max kam gleich rein - und Nossi ... hatte rotes Licht! Was für ein Dejavu ;-) Natürlich habe ich dieses mal gleich auf die Zimmernummer am Chip geschaut - sie war falsch ;-) Gesagt habe ich erst mal nix, dann wäre der Spass zu schnell vorbei gewesen. Dann kam Max: "gib mal her, ist doch ganz einfach"! ROTES Licht! "Tja, Max, ist wohl doch nicht so einfach ;-) Ich werde den Cip mal neu aktivieren lassen." Dann bin ich mit dem Chip zum Nebenzimmer: "Sesam öffne Dich"...
Wir haben Tränen gelacht ... und ich war in meinem Element und hatte eine Idee: im Hotelfahrstuhl war die Preisliste angeschlagen, Zimmer- und Zusatzpreise. U.a. stand dort "Haustiere 6,50 Euro pro Tag"! Damit war doch was zu machen, oder? Also runter zur Rezeption und nachgefragt: "Haustiere kosten 6,50 Euro pro Tag, stimmt das"? Meine Frage wurde bestätigt. Darauf ich: "das ist aber günstig - dann hätten wir heute nacht gerne 'ne Katze"! Die Dame an der Rezeption konnte auch lachen - aber eine Katze hatte sie leider nicht ;-)

14:30 Uhr sind wir los zum Club. Dort haben wir erst mal Mani's Auto ausgeladen, dann kam die BC-Backline. Auf der Bühne ging alles rasend schnell, dank der vielen helfenden Hände. Wir sind also 15 Minuten später, mit Fotohandy bewaffnet, ins Museum abgetaucht. Die Dauerausstellung unten im Kellergeschoss kam mir zuerst völlig überladen vor - zu viele Eindrücke und Geräusche gleichzeitig. Man muss erst mal 10 Minuten völlig abschalten, dann geht's. Wir haben uns dort auch ziemlich lange aufgehalten, fanden u.a. Mani's Elektrolurch-Maske, und sind dann zum Highlight, dem Tonstudio von CAN ins Obergeschoss. Das Ding ist der HAMMER - ich bin in Ehrfurcht erstarrt! Die 24-Spur Bandmaschine mit VU-Metern musste ich unbedingt knipsen, doch den Deckel durfte ich nicht abnehmen - dafür wurde der Haustechniker gerufen, wie deprimierend...! Wieder aufsetzen durfte ich ihn dann selbst. O-Ton der Aufsicht: "wer soviel Ehrfurcht vor diesem Gerät hat, macht sicher nix kaputt" ;-)
Das ganze Equipment ist komplett betriebsbereit - vorausgesetzt, man kann damit umgehen...! Von dem Mischpult wurden insgesamt nur 4 Stück gebaut (Insiderwissen von Sosho!). Einen Besuch im Museum kann ich JEDEM nur empfehlen !!!
Im Fan-Shop im Erdgeschoss fanden wir dann auch das Ölbild vom Cover der 74er Live-LP von Birth Control - in Pixeltechnik gemalt (160 x 130) von unserem Freund Andreas 'Ole' Ohlendorff.

Das Konzert selbst war wieder ein voller Erfolg. Draussen im Vorraum haben wir mit vielen Fans gesprochen. Einen Spruch werde ich nie vergessen: "ich will keine Live-CD, diesen Auftritt kann man nicht toppen und schon gar nicht auf CD wiedergeben"! Schönes Kompliment - aber ich wäre da nicht so sicher ... ;-)
Unter den Fans war auch der Guru-Magier Gerhard (Rübezahl), frisch verheirate - man glaubt es kaum !!! Hat er also doch noch eine Frau mit Torschlusspanik erwischt ;-) Anstelle eines Hochzeitsfotos hier das seltene Bild von Rapunzel und Rübezahl. Alles GUTE von uns und haltet zusammen, bis dass der TÜV euch scheidet...!

Harmonie Bonn im Oktober 2008

Bundeshauptstadt ist Bonn ja nicht mehr - aber eine BC-Hochburg war Bonn schon immer. Und spätestens seit dem Rockpalast-Gig 2004 ist das auch jedem Bonner klar: damals standen knapp 100 Besucher (vornehmlich aus Bonn selbst) vor der Tür, weil die Harmonie ausverkauft war! Daraus lernt man natürlich (Frau auch ;-)! Der VVK wurde gut genutzt und am Ende hatte BC allein knapp 400 Zuschauer.

Ca. 20 kamen aufgrund einer im benachbarten Kabarett ausgefallenen Veranstaltung, aber auch die werden beim nächstan mal wiederkommen und noch Freunde mitbringen. Ich muss hier einfach mal aus einer e-mail zitieren:

Wir waren am Samstag - eigentlich mehr zufällig - in der Harmonie, denn wir suchten spontan nach einem Alternativ-Programm für ein ausgefallenes Kabarett in der Springmaus nebenan... und wir (Sohn: 22 - selbst begeisterter Gitarrist und ich: seine Mutter, also bisschen älter ;-) waren total begeistert, was uns da geboten wurde. Rock vom Feinsten, sehr cool - echt ein toller abend - hat super viel Spaß gemacht, BC zuzusehen. Beim nächsten mal in Bonn sind wir sicher (mit Verstärkung!) wieder dabei

Ja, was da geboten wurde war wirklich nicht alltäglich - auch Dank eines schier unglaublichen Publikums! Beim Showdown (Gamma Ray) machte Nossi wie üblich seine verbalen Spielchen: "sing HEY, hey, HEY, hey, HEYA, heya, HEY"! Zum Punkt "sing HEY EVERYBODY" kam er nicht mehr - damit fingen die Zuschauer vor ihm an !!! DAS war die perfekte Welle ;-) Hannes und Peter stellten ihre Gitarren weg, Nossi und Sascha hörten auf zu spielen - und aus kanpp 400 Kehlen tönte etwa 2 Minuten "Hey everybody" - und kein Mitschnitt - fuckin' hell !!! Macht nix, im März 2010 sehen wir uns alle wieder - so Gott will. Gebucht ist der Gig jedenfalls schon!

Backstage waren viele Gäste, u.a. auch Sylvie Stachelhaus. Ansonsten gibt es nichts Lustiges zu berichten. Alle fuhren nach Hause, nur Moni und ich blieben im Hotel. Dort gab es trotz des Bonner Park-Chaos kein Ticket, denn als Stammgäste bekamen wir den (einzigen) Hofparkplatz, den eigentlich der Hotelboss sein Eigen nennt !!! Ich freue mich schon jetzt auf März 2010 !!!

Hamburg, Bremen, Leer, Osnabrück im November 2008

Hamburg = Heimspiel, jedenfalls für uns. Kurz vor Bergedorf war Stau und wir kamen dann doch zu spät - aber immer noch als Erste ;-) Dank der vielen Helfer war alles schnell erledigt. Nach dem Aufbau kamen die Gurus an, dieses mal mit Ersatzgitarrist Jan, denn Hans musste sich einer geplanten OP unterziehen.
Schon vor der Show hatten wir viele Gäste: Micky Stickdorn mit der kompletten Elephant-Band, der alte Schweizer Dany, Andreas "Ole" Ohlendorff mit Frau Martina und von der alten Hamburger Familie fehlte nur Ralf. Es sei ihn verziehen, er lag im Krankenhaus.

Ole, der Maler der "Dead Rock Heads" hat endlich einen Marketing-Partner gefunden! Mittlerweile gibt es handsignierte professionelle Kopien seiner Bilder und auch erste T-Shirts mit seinen Motiven zu kaufen. Wenn ihr mal gucken möchtet: www.ohlendorff-art.de. Die Shirts sind dort noch nicht zu sehen, aber ich habe das erste Motiv bereits: Ole's Bild von Jimi Hendrix - cool !!!

Um 19:00 Uhr gingen die Türen auf. Jeder Besucher bekam an der Kasse einen Stempel (kennt man ja) und nur damit kam er in den Saal. Mitten im ersten Pulk der Einlass Begehrenden stand auch Mani, der Backstage wollte. "Kann ich mal den Stempel sehen?" so die Dame vom Einlass. "Ich hab' keinen Stempel, ich bin der Guru!!!" Es gab keine weiteren Fragen ;-) Birth Control begann heute. Nossi wollte eher fertig werden, denn ihn hatte die Hexe geschossen. Nach dem Gig ging es ihm schon besser - er hatte sich sozusagen 'freigespielt'.

2 gute Konzerte, wie immer - schnelles Ende (es war Donnerstag) und wir fanden uns relativ früh in unseren Hotelbetten wieder. Morgens ging es entsprechend ausgeschlafen zum Frühstück. Nur für Mani hatte die Morgenstunde kein Gold im Munde:

Er mied den Fahrstuhl und ging die Treppe runter. Pech: die Tür im Erdgeschoss war verschlossen. Also weiter in die Tiefgarage und von dort ins Freie. Da weiss natürlich niemand mehr, wo er ist. Mani ging mutig zu einer offenen Hoteltür und wurde prompt von einem Hund angekläfft! Egal, nur rein und frühstücken. Leider war er im falschen Raum - dort tagte irgendeine Firma. Also wurde er kurzerhand herauskomplimentiert und traf dann irgendwann (stocksauer) bei uns ein. Wir haben uns die Litanei dann mehrfach angehört...! Ach wie gut, dass der Mani schon im gesetzten Alter ist - es wäre sonst schade um das Hotel gewesen ;-) ...

Der Weg nach Bremen war kurz. Viel zu früh im Hotel - also sind wir erst mal rumspaziert - Hafen, Innenstadt(teil) und so - und haben auch den Fussweg zum Club erkundet. Der lag direkt hinter dem Bahnhof, dazwischen nur ein riesiges Einkaufszentrum. Dort sind wir dann rein - nur gucken, nicht anfassen ;-)
Als ich dann in einem Frisörgeschäft die Werbung las, wollte ich doch anfassen! Da stand doch tatsächlich: "Jede Dienstleistung 12,- €"! Hmm, da kommt Mann schon auf komische Gedanken ... ;-) Naja, ich bin dann doch nicht reingegangen - die Moni hat mich zurückgehalten.

Auf dem Weg zum Club trafen wir Peter und Hannes, Hand in Hand - ohne Blumen, dafür mit Banane ;-) "Hey Jungs, macht uns doch nicht alles nach!" Moni ist dann mitgegangen zum Abendessen, ich bin in den Club, denn die Türen gingen gleich auf.
Heute begannen die Gurus. Während deren Show schmiedeten BC einen Plan, der später bei Insidern für viel Spass sorgte: sie begannen ihren Gig mit dem Opener der Gurus, spielten dieses Stück quasi als Intro von The Work Is Done !!! Mani im Backstageraum stand plötzlich auf: "was ist den jetzt los - sind wir etwa noch auf der Bühne" ??? Das war ein echt gelungener Joke!

Rauchen war, wie inzwischen üblich, draussen. Dort im Vorraum trafen wir einen kleinen Kerl, ich würde sagen Lilliput, der, schon ziemlich breit, sämtliche Frauen anmachte - obwohl er denen im Stehen höchstens den Bauchnabel küssen konnte ;-) Naja, jedenfalls hat er voll den Breiten gemacht - und war plötzlich auf der Bühne!?! Seine Jacke hatte er über Nossi's Bassdrum gehängt und dann hüpfte er zwischen Peter und Hannes rum - auf dem T-Shirt ganz fett "Der grosse Circus Belly"! (Anmerkung: ich habe gegoogelt, konnte ihn aber auf der Circus-Webseite nicht finden).

Ich habe ihn dann erstmal von der Bühne geholt und erklärt, dass er dort nix zu suchen hat. 5 Minuten später war er wieder oben und wollte dieses mal nicht runter. Hannes hat kurzerhand seinen Bass zur Seite geschoben und ihn mir rübergereicht ;-) Dann habe ich ein ernstes Wort mit ihm gesprochen. "Muss ich jetzt raus aus dem Saal?" "Nee, aber weit weg von der Bühne!" Das hat geklappt - er hat (hinten im Publikum) nur wieder alle Frauen vollgelabert: "Bist Du 'ne Nymphomanin? Woll'n wir 'n Bier trinken? Du bist doch 'ne Nymphomanin, oder?" Irgendwann war er weg, plötzlich verschwunden - vermutlich im Schritt einer Nymphomanin ;-)))

Ach ja, da war ja noch was - mit dem Max. Der kam wie immer beim Drum-Solo raus zum Rauchen. Durch den Notausgang, der ging nur in eine Richtung - nämlich RAUS! Nossi war fertig (mit dem Solo ;-) - Max wollte schnell wieder rein - und zog verzweifelt an der Tür. "Hallo, ich muss hier rein - ich bin der Mischer, macht auf"! An der Tür war ein riesengrosser Pfeil nach links - dort gings rein - direkt neben dem Notausgang ;-) Hmm, hat mich irgendwie an das hier erinnert (Bild dazu folgt noch)!

Es war spät, nix mehr los im Hotel - Bettruhe! Beim Frühstück verriet Mani, dass er sich ein Navi gekauft hatte. Beim Gig in Hamburg war er nach einer Umleitung wegen einer Baustelle völlig orientierungslos. Willkommen im Club, Mani - ein Navi zu nutzen ist keine Schande;-) Auf nach Friesland ...

Zollhaus Leer, das hatten wir im letzten Jahr schon. Gut besucht und tolle Stimmung! Erst mal ins Hotel, dann Stadtbummel. Kaufen wollten wir gar nix, sind aber mit äusserst günstigem Gaffa und Gurtband für die Drumcases zurück gekommen. Das Zollhaus war gut zu Fuss ereichbar. Nach dem Bühnenaufbau haben wir uns im Obergeschoss eine Ausstellung über die beiden Weltkriege angesehen und damit die Zeit bis zur Show gut rumgekriegt. Ich muss sicher nicht erwähnen, wie gut es war ;-) Max hat mitgeschnitten, leider nur vom Pult!

Nach der Show war "40 up" Disco. Dank einer privaten Feier direkt neben dem Backstageraum hatten wir noch ein nettes Buffett, bloss der Kaviar war leider schon alle ;-) Dafür haben wir durch ein Loch im Fussboden den Leuten unten beim Tanzen zugesehen und uns köstlich amüsiert. Alternden Teenagern von OBEN beim Zappeln zuzusehen kann tierisch lustig sein - obwohl wir wahrscheinlich auch keine bessere Figur abgeben würden. Aber das steht auf einem anderen Blatt ;-)

Nachts im Hotel (wir waren schon im Bett) kam der Sosho noch mal rein: "meine Jacke ist weg, Handy, Portemonnaie, Schlüssel - meine ganze Existenz ist da drin..." Jetzt ging's los! Erstmal haben wir Saschas Hotelzimmer auf den Kopf gestellt, dann habe ich sein Handy angerufen - NIX! Also wieder angezogen und mit Sosho zum Club gedackelt. Dort der Security erklärt, dass wir noch mal Backstage müssen. "Geht mal, wenn die Jacke dort lag, ist sie auch noch da. Hier kommt nichts weg!" Wir also hinter der Bühne die Treppe hoch - und die Tür war zu. Runter, andere Seite wieder hoch, durch die Garderobe, mitten durch die Privatfeier und rein in die Backstage-Lounge.

Einsam und allein hing dort Soschos Kutte - mit allem Drum und Dran --- drin ;-) Der mächtige Knall hinter mir war der Stein, der Sascha vom Herzen fiel. Ich musste mich dann noch ein bischen wehren, weil er mich zu Boden knutschen wollte, weil ich mitgekommen war. Dabei ist sowas doch selbstverständlich. Gegen ein Bier konnte ich mich dann nicht mehr wehren ;-)

Auf dem Weg nach Osnabrück habe ich mich gegen das Navi entschieden. Meine 'Olga' wollte uns natürlich über Bremen (A 1) schicken - wir haben und für die A 31 entschieden. 10 km mehr, dafür wesentlich entspannter als die Baustellenstrecke der A 1. Wieder sind wir erst ins Hotel gefahren, das Schönste von den 4 Tagen! Die Birth Controler wollten dennoch nach dem Gig nach Hause fahren. Also haben wir uns auch dafür entschieden und gleich wieder ausgecheckt.

Der Rosenhof liegt an einer Hauptstrasse ziemlich im Zentrum - ein bischen Parkplatznot aber naja ;-) Drinnen alles perfekt, sehr viele Helfer, Auf- und Abbau war Minutensache! Dann wieder diese endlose Zeitspanne bis zum Beginn... Ich habe mich mit dem "COSMIC PRICE GUIDE" beschäftigt. Die inzwischen 3. überarbeitete Auflage der BIBEL des Krautrock ist gerade erschienen. Autor und Herausgeber Uli Klatte hat mir das Buch (wie die beiden vorhergehenden Ausgaben auch) beim Gig in Hamburg mit persönlicher Widmung geschenkt. Das Buch ist ein Kompendium aller Krautrockscheiben auf Vinyl (LP's und Singles). Auf 448 Seiten findet der Krautrocker aktuelle Sammlerpreise, Label-Infos und Ausgabe-Nummern sowie über 2500 farbige Cover- und Label-Abbildungen! Diese "Bibel" kann ich jedem ans Herz legen - wer mal nachschauen möchte - hier der Link.

Eben hatte ich seltene Single-Abbildungen von Guru Guru entdeckt und war mit Mani darüber am Reden - da ging die Tür auf und eine geballte Ladung German Rock e.V. rollte herein: Kurt Mitzkatis und Sohn. Nach einem kurzen, im Vorbeilaufen hingeforfenen "hallo Eckhard" überfiel er den Mani mit einem nicht enden wollenden Wortschwall. Wie schon gesagt, Mani und ich waren mitten im Gespräch ...! Das hat aber nichts mit dem etwas unterkühlten Verhältnis zwischen Kurt und mir zu tun - er ist einfach so und merkt es nicht mal. Da werden Musiker kurz vor dem Auftritt (wo sie eigentlich Ruhe haben sollten) genervt, Interviews zu geben. Nach dem Gig ist dafür alle Zeit der Welt, aber da muss der Herr leider weg. Was für diesbezügliche Kommentare backstage abgegeben wurden, darüber breite ich hier besser den Mantel des Schweigens.

Und noch eine weitere Kritik muss ich hier anbringen: der German Rock e.V. schreibt auf seine Fahne "wir fördern + dokumentieren deutsche Rockmusik" - so nachzulesen auf der Startseite des Vereins im Internet! Da erwartet man doch, dass zur 40jährigen Jubiläumstour zweier aktiver Urgesteine der deutschen Rockmusik dieser Verein richtig die Trommeln rührt, oder? Fehlanzeige! Keiner der Redakteure hat bis zu diesem Tage den Weg zu einem Gig gefunden, der letzte Live-Bericht von BC auf der German Rock Webseite stammt vom 10.05.2002, der von den Gurus gar vom 24.07.1998 (und das nur als Verweis auf eine negative Performance die dann doch noch positiv kommentiert wurde). Hey, Leute, das ist sooo arm ...

Dass der Vereinsboss sich heute eingefunden hat, liegt sicher hauptsächlich an der kurzen Anfahrt von nur 8 Kilometern. Ein Bericht ist daher noch zu erwarten (hoffe ich jedenfalls), denn es geschah Unfassbares! Heute kam BC zuerst. Peter Engelhardt war wegen des verkürzten Programms (2 Bands an einem Sonntag) etwas verärgert, da es seine Soli nicht ausleben konnte. So zog er im kurzen Set wirklich alle Register! Das begann schon mit dem Opener The Work Is Done, bei Trail Trip mit einem furiosen Ende seines Solos (Hendrix? Satriani?) und richtig abgefahren war sein Part bei Gamma Ray: am Ende des Solos fing er noch mal an. "Zurück in die Zukunft - Teil 1" - wer den gesehen hat, weiss, was ich meine! Peter spielte Riffs und holte Töne aus seiner Strat, die ich so von ihm noch nie gehört hatte (und ich bin eigentlich immer dabei). Erst hörte Sascha auf zu spielen, dann Hannes, dann Nossi. Und das Publikum stand mit offenem Mund da ...! DAS war abgefahren !!!

Jetzt fehlte nur noch der Spruch - der hätte gepasst wie Faust auf Auge: "Okay, ihr seid vielleicht noch nicht so weit - aber eure Kinder fahr'n da voll drauf ab"! Den hat er leider nicht gebracht - und ich habe leider auch nicht mitgeschnitten - fuckin hell die 2. :-( Hoffentlich gelingt mir mal 'ne Aufnahme, wo Peter so ausklinkt ...!
Riesen Applaus hinterher, die Zuschauer waren offensichtlich doch schon so weit. Ich hoffe, Herr Mitzkatis auch ... und warte geduldig auf den Bericht.

Schwerin, Hildesheim, Paderborn im November 2008

Vorweg eine traurige Mitteilung: dieses Wochenende fand ohne die GURUS statt. Eine schwere Erkrankung der Ehefrau eines Musikers verhinderte die Auftritte. Wir alle waren tief betroffen und hatten die anstehenden Gigs eigentlich abgehakt. Die Veranstalter wollten die Konzerte allerdings nicht so kurzfristig absagen, Birth Control sollte allein auftreten - und so war es dann auch.

Nach Schwerin wurde ich von Nossi, Hannes und Sosho abgeholt, mein Dorf lag quasi auf dem Weg. Peter fuhr mit Max und der Backline im ShowCraft-Mobil direkt zum Club. Dieses mal hatten wir kein Navi, aber Hannes hat sowas ähnliches im Kopf. Er meint, das nennt man Gehirn oder Orientierungsvermögen - oder so ;-) Jedenfalls hat er den Speicher in Schwerin ohne Schwierigkeiten gefunden. Übrigens ein sehr netter Laden, witzig eingerichtet und mit Charme !!!

So, wir waren also mal wieder im Osten unserer bunten Republik und ich war gespannt, wie das hier abging...! Kennt man die Band? Kommen viele Leute? Wie gehn die mit? Viele Fragen, ich habe erst mal den Veranstalter konsultiert. "Das kann ich Dir genau sagen: die stehen erst mal hinten und trinken ein, zwei Bier. Dann noch eins (oder zwei) und wenn das Konzert ziemlich zu Ende ist, werden sie warm! Und wenn wir heute 100 Zuschauer haben, wäre ich hoch zufrieden."

Als die Show um 21:00 Uhr losging war das mit der Zufridenheit schon mal geklärt: es waren Einige mehr als 100! Und die gingen von Anfang an VOLL ab!!! Nanu, da hatte mir der Kulturattachè doch was ganz Anderes erzählt?!? Die Erklärung war simpel, 80% der Zuschauer waren keine Schweriner. Sie kamen aus dem Umland, hatten teilweise 200 km Anfahrt! Wir haben also auch Fans im Osten - wusst' ich's doch!

BC spielte 2 Stunden (inkl. 2 Zugaben) und danach gab es noch endlose Gespräche mit den Musikern - so, als kenne man sich schon ewig. Und ich (am Merch) musste mir immer wieder anhören: "wir konnten die Platten doch damals nicht kaufen"! Leute, erzählt mir was Neues - ich weiss, wovon ihr redet, bin schliesslich selber (ex) Zoni :-)
Bereits um halb eins waren wir im Hotel. Die Bar war schon zu, also ging es gleich in die Kiste. Entsprechend ausgeschlafen waren wir (viel zu früh) beim Frühstück. Der Weg nach Hildesheim führte wieder über 'meine' Ranch, denn ich musste Moni und mein Auto abholen. Heute kam die gesamte BC-Bande zum Kaffee vorbei. Unterwegs (noch im Osten) dürften wir Dank eines kleinen grauen Kastens am Strassenrand noch einen Spendenbescheid für den Aufbau Ost erwarten :-(

Nach Hildesheim ging es wieder mit Navi - und gleich die erste Pleite - falsche Hausnummer. 100 Meter bis zum Ziel - aber dorthin führte nur eine Fussgängerbrücke über die Bahnanlagen. Also noch einmal um den Pudding fahren un von der anderen Seite anlegen. Hannes' 'Gehirn' hat's übrigens gleich gefunden :-( In der KuFa Löseke waren wir bisher noch nicht. Das sollte sich künftig ändern: sehr geile kulturelle Bedürfnisanstalt und eine totale "gut drauf Frau" Heike! Das hat sich angefühlt, als würden wir uns seit dem Kindergarten kennen. Obwohl: als Heike in den Kindergarten ging habe ich vermutlich erstmals an die Rente gedacht ;-) Egal, es war jedenfalls alles völlig entspannt dort. Und auch heute hatten wir von der ersten Minute an ein absolut klasse Publikum !!! Vielleicht sollte ich diesen Club mal für künftige Live-Mitschnitte anderer Bands in's Auge fassen - liegt ja quasi vor der Haustür...

Heute wurde es etwas später, da wir nach dem Abbau noch gemütlichst beisammen saßen. Das war jedoch nicht das Ende. Direkt neben dem Hotel hörten wir plötzlich geile Mucke - da war noch was los! Historische Weinstube Bürgermeisterkapelle - nix wie rein - bis um 4:00 Uhr, das war hart ;-) Wer in der Gegend ist sollte mal reinschauen - und unbedingt auch die Herrentoilette aufsuchen. Dort hängt ein interessantes Bild über einem Becken ;-) Scheint regional IN zu sein, ich hab das schon live erlebt - 2005 in Stadthagen. Morgens haben wir natürlich auf's Frühstück verzichtet und ausgeschlafen. Es ging ja nur bis Gütersloh und Frühstück gibt's auch an der Autobahn... Vorher musste ich unser Auto noch aus einem Schneehaufen buddeln - und fand dabei ein Ticket :-(

Gütersloh, erst mal Quartier bezogen, dann eine Hose gekauft (Moni's war am Vorabend geplatzt ;-) und dann ab in die Weberei. Alle Türen waren noch zu. Dann kam doch jemand raus. Frage: "ist das Konzert heute abend hier drin?" "Ja, kommt mal rein!" Wir kamen in ein grösseres Wohnzimmer, Bühne etwa 10 qm! "Was denn, hier soll Birth Control spielen?" Antwort. "Ach so, nee, hier spielt 'ne Punk-Band - ihr seid da drüben." Gut ... das wäre dann auch geklärt ;-)

'Ne Stunde später (wir waren beim Aufbau) kam die Punk-Band in 'unsere' Halle. "Wo sollen wir denn spielen?" "Da gegenüber, Jungs! Da ist ein Raum, etwa so gross wie die Bühne hier." Ich war später mal drüben, um reinzuhören. Boah ... was soll ich sagen? Sicher hat auch solche Musik ihre Existenzberechtigung - aber nicht in meinem Universum ;-)

Heute habe ich mal wieder mitgeschnitten, die Bedingungen waren gut. Und die Band war sensationell gut drauf! Sie starteten mit "Dark Blue Star", dem Opener der Gurus - eine kleine Hommage an die Band! Die Zuschauer staunten nicht schlecht, unter ihnen auch Fachpublikum wie z.B. Uli Twelker, Redakteur vom GoodTimes Magazin. Er hatte vorher mit den Jungs ein Interview gemacht und hat inzwischen auch schon einen klasse Konzertbericht geschrieben. Wenn der aus Platzmangel nicht im Goodtimes Mag abgedruckt wird, poste ich ihn später hier!

Beim Soundcheck hat Hannes wieder den Zwerg (aus Bremen) rausgelassen. Er kann den unglaublich gut imitieren. Wir haben alle am Boden gelegen. Heute ging der Gig über 2 Stunden. Faszinierende Improvisationen aller Musiker, Trial Trip so lang wie nie zuvor und Gamma Ray wurde auf 33:20 gequält !!! So eine lange Version hatte ich bisher auch noch nicht im Kasten. Das Publikum hätte heute auch eine 3. Zugabe rausgekitzelt, wenn die Lichter nicht angegangen wären. Der 3. Tag hintereinander mit fantastischer Audience - das hat selbst Birth Control nicht immer! Schöne Sache, danke auch an die gesamte Crew - wir kommen gerne wieder!

Im Hotel war noch 'ne Geburtstagsfeier. Wir waren gut drauf und wollten da rein! Der Chef der gastronomischen Betreuungseinrichtung hat uns leider daran gehindert. War vielleicht auch besser so, die waren eh schon alle völlig breit ;-) Also haben wir den Absacker seperat eingenommen - untermalt von Hannes' Zwergensprüchen ...

Ludwigshafen und Karlsruhe im November 2008

... to be continued ...

Das grosse Finale im Dezember 2008:
Winterthur, Reichenbach, Edenkoben, Altenkirchen

... to be continued ...



Burgbernheimer Glocken


... auf dem Kirchacker ...


Bad Reichenhall


Felsenkeller Schwandorf


"Toiletten-Keller"


Schattenparker in Mainz ...


Felsenbühne auf der Loreley


Peter mit seinem BC-Gürtel


Fan-Shop im Rock 'n' Pop Museum

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Bilder folgen in Kürze !!!